Fachwerkhaus in Besigheim

Stäffele nuff, Stäffele na in Besigheim

In der neusten Ausgabe des Wein Heimat Magazins haben wir uns der Faszination Fachwerk gewidmet. Der erste Stopp unserer Fachwerk-Reise entlang der Deutschen Fachwerkstraße war „Deutschlands schönster Weinort“ Besigheim.

Text: Eva Maria Dülligen

Bescheiden geht anders. Der Slogan «Deutschlands schönster Weinort Besigheim» provoziert, das Superlativ genauer unter die Lupe zu nehmen. Dass die Urahnen des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama in der Gemeinde des mittleren Neckartals einst ihre Heimat hatten, sei eine spannende Rand­notiz. Erster Prüfstein soll die Fachwerk-Ästhetik im mittelalterlichen Stadtkern sein. Zwischen einer beachtlichen Dichte von Fachwerkbauten reiht sich das Dreigiebelhaus, eines der ältesten Fachwerkhäuser der Stadt. Dessen Kaufladen und drei Gewölbekeller wurden im 21. Jahrhundert zu einem Buchhandel und Kleinkunstkeller verwandelt.

Etwas weiter weg gelegen sorgte das alles überragende Rathaus – Ende des 15. Jahrhunderts erbaut – mit einem Tanzsaal für Stimmung beim Volk. In welche Richtung auch immer der Besucher vom Marktbrunnen im Kern von Besigheim startet, stößt er auf architektonische Leckerbissen. Darunter die Stadtapotheke, Wengerterhaus und auch die Stadthalle Alte Kelter. In der rund 430 Jahre alten Kelter, deren Gewölbe-Keller ein 27 480 Liter fassendes Holzfass hütet, hatte die Weingärtner-Genossenschaft Besigheim früher ihren Sitz. Zur modernen Stadthalle umfunktioniert, finden dort nun Kino-Events und Konzerte statt. Dazu bietet die Felsengartenkellerei in der Vinothek ihre Gewächse aus den umliegenden terrassierten Steillagen an.

Hier liegt die Felsengartenkellerei

Stäffele nuff, Stäffele na geht es für Weinwanderbegeisterte über 412 Stufen der «Himmelsleiter». Die Naturstein-Treppe führt steil hinauf auf den Panoramaweg, wo die Weinkanzel – eine Aussichtsplattform – mit Blick auf die bildhübsche Altstadt wartet. Wer seine Waden lieber schont, lehnt sich im Oldtimer-Bus oder in dem elektrischen Tuk-Tuk zurück und lässt sich über die Weinbergwege kutschieren. Bei Trollinger und Lemberger zu Schweinsbäckle oder Omas Rahmsauerbraten lässt man den Abend in einem der schönsten Weinorte Deutschlands ausklingen. Mit oder ohne Muskelkater

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