Kunst im Weinberg in Lauffen

wusstet Ihr, dass Lauffen am Neckar mit mehr als 58 Hektar Fläche über die größte terrassierte Steillagenfläche in Württemberg verfügt? Aus den dortigen Trauben werden seit Generationen einzigartige Weine hergestellt. Um die Besonderheit dieser in den Fokus zu rücken, rufen die Weingärtner immer wieder Projekte ins Leben. Im Rahmen des Kunst-Wettbewerbs „LandArt in den Neckarschleifen“, von den Lauffener Weingärtnern, gab es zum Beispiel einen Aufruf an Künstler. Worum es bei diesem Wettbewerb genau ging, erfahrt Ihr jetzt im Beitrag.

LandArt in den Neckarschleifen 

Schon zu Römerzeiten wurde in Steillagen Wein angebaut. Allein in Württemberg gibt es rund 1.000 Hektar Terassenweinberge mit Trockenmauern. Die Arbeit in diesen Lagen ist sehr mühsam und erfordert immensen Mehraufwand in der Weingartenpflege. Durch nicht mehr kostendeckende Produtionsbedingungen fallen immer mehr steile Weinberge aus der Produktion heraus. Dahinter stecken aber auch Generationswechsel im Betrieb, steigende Umweltauflagen und Verbote bei der Bewirtschaftung, oder brachfallende Nachbargrundstücke. Um die Kulturlandschaft weiterhin zu erhalten, werden die Weingärtner immer wieder kreativ. Inzwischen gibt es einige kreative Projekte, die die steilen Lagen in den Fokus rücken. So auch beim Kunst-Wettbewerbs „LandArt in den Neckarschleifen“, den die Lauffener Weingärtner ins Leben gerufen haben. Was steckt hinter diesem Wettbewerb?

Steillagen in der alten Lauffener Neckarschleife

Hier, in der alten Lauffener Neckarschleife, könnten die Kunstinstallationen ihren Platz finden

Kunst im Weinberg

Künstler wurden dazu aufgerufen, kreativ zu werden und ihre Ideen in insgesamt drei Kategorien einzureichen. Generelles Thema: Wie können wir neue Möglichkeiten schaffen, um den hochwertigen, in Handarbeit erzeugten Weinen zu begegnen? Welche neuen Weinerlebnis-Angebote für Naherholungssuchende können wir entwickeln? Können spannende Kunstprojekte die Kulturlandschaft aufwerten? Und: Finden wir damit einen Ansatz, um die Wertschätzung für anspruchsvolle Steillagenweine auch in Württemberg zu erhöhen? Unter die Kategorie 1 fiel klassische Landart, also Skulpturen, Installationen oder „Landmarken“. Hier konnte sich der Entwurf „Die rote Treppe“ des Winterbacher LandArt-Künstlers und Designers David Klopp durchsetzen.

In der Kategorie „Habitate“, künstlerisch gestalteter Unterschlupf oder Lebensräume für selten werdende Tiere und Pflanzen in den Steillagen, gewann der Landschaftsarchitekt und Künstler Ulrich Stolz aus Dresden mit seinem Konzept „Sonnenfänger“. Auf Platz 1 in der dritten Kategorie, LandArt-Performance, landete das Künstler-Duo Michael Bach (Wissembourg) und Renate Hoffleit aus Stuttgart mit Ihrer Installation „WeinbergSaiten“.

Die Ideenskizzen der Gewinner:

 

Das Projekt wird begleitet durch den Verein Regionalentwicklung Neckarschleifen e.V., gefördert durch den Bund und das Land Baden-Württemberg.

Weitere Informationen und Eindrücke von den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen findet ihr übrigens unter www.landart-lauffen.de

Die Genossenschaft sucht neben Anreizen zur Förderung des Weinbaus und des Absatzes auch weiterhin Ideen für innovative Landart-Aktionen für die kommenden Jahre in den Steillagenweinbergen. 

Ihr interessiert Euch für das Thema Steillagen? Dann haben wir für Euch hier ein spannendes Video – gedreht in einer weiteren unserer Württemberger Weingärtnergenossenschaften: Der Felsengartenkellerei Besigheim. Darin zeigen wir Euch zum Beispiel, wie man eine Trockenmauer anlegt. Hier geht’s zum Video.

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