Der Swan en Blanc der Weingärtner Stromberg-Zabergäu mitten in New York City

WG Stromberg-Zabergäu: Wein exklusiv für die USA

Die Weingärtner Stromberg-Zabergäu haben einen Wein exklusiv für die USA aufgelegt. Und sie sind auch bereits fleißig am exportieren: Den „Swan en Blanc“!

Über die internationalen Aktivitäten der Weingärtner Stromberg-Zabergäu haben wir Euch ja bereits in einem früheren Blogbeitrag erzählt. Da Geschäftsführer Dr. Bernd Kost aber nicht nur über exzellente Kontakte in Asien verfügt, sondern auch in den USA, lag es nahe, auch dort in den Markt einzutreten.

Tatsächlich gibt es dort seit kurzem den „Swan en Blanc“ – einen halbtrockenen Riesling aus „organically grown grapes“. Es ist ein Biowein aus dem Hause Weingärtner Stromberg-Zabergäu – in den USA heißt dieser Wein „Wein aus biologisch erzeugten Trauben“. Dies ist ein sehr interessantes Segment, weil es in den USA nur sehr wenige Bio-Weine aus Deutschland gibt.

 

Das hat Dr. Bernd Kost auf einer Recherche-Reise in die USA festgestellt. Dort war er, um den Geschmack der Amerikaner beim Wein und bei dessen Aussstattung zu recherchieren. Aber der Reihe nach: Was gab denn nun den Anstoß für die Weingärtner Stromberg-Zabergäu, Ihre Geschäfte in die USA auszuweiten?

Gute Verbindungen in die USA legen Grundlage für den Vertrieb

Alles begann damit, dass ein amerikanischer Importeur, der Dr. Kost über Kontakte in den USA kennenlernte, auf die Weingärtner Stromberg-Zabergäu zuging und Wein bestellen wollte. Am liebsten Württemberger Riesling, denn diesen hatte er auf einer Reise durch Süddeutschland kennengelernt. Man muss dazu wissen: Deutscher Riesling hat in den USA seine Geschichte. Bis heute wird Deutscher Wein in den USA weitgehend mit Riesling in Verbindung gebracht – und zwar mit eher lieblichem Riesling. Dieser hat das Geschmacksbild des Deutschen Weins in den USA nämlich sehr lange bestimmt. Heute allerdings sind die Amerikaner mit lieblichem Riesling nicht mehr zu begeistern. Nein, halbtrocken und säurearm heißt jetzt generell die Devise – und in diesem Segment müssen wir uns in den USA erst noch einen Ruf erarbeiten.

Es galt also, ein ganz neuartiges Produkt zu entwickeln. Es sollte dem zeitgenössischen amerikanischen Geschmack entsprechen und – deshalb sprachen wir gerade vom Produkt – auch bei Design und Ausstattung ankommt. Um dem Markt auf den Zahn zu fühlen, flog Dr. Kost deshalb selbst in die USA. Hier hat er intensiv den derzeit angesagten Weinstil verkostet. So kam er zum Ergebnis, dass ein Wein mit 16-17 Gramm Restzucker, aus „organically grown grapes“ genau die Lücke treffen müsste. Die Amerikaner mögen ihren Riesling aber nicht nur halbtrocken. Sie wollen ihn anders als die deutschen Konsumenten mit einer verhaltenen Säure, dafür mit umso mehr Frucht und vollem Körper.

Weingärtner Stromberg-Zabergäu von Anfang an mit Begeisterung dabei

Und so bauten die Weingärtner Stromberg-Zabergäu einen Teil ihres 2020er Rieslings entsprechend an und aus. Unter anderem galt es zu beachten, dass bei Wein aus organically grown grapes ein für deutsche Verhältnisse sehr niedriger Schwefelgehalt von maximal 100 Milligramm erlaubt ist. Die unterschiedlichen Vorschriften sind neben dem grundsätzlich anderen Weingeschmack der Amerikaner einer der Gründe, warum man nicht einfach Teile seines Sortiments unverändert in die Vereinigten Staaten exportieren kann. Darüber hinaus hat er auch einen Blick auf die hier verwendeten Ausstattungen und Displays geworfen.

Was auch eine Rolle spielt: Die auch für einen Wein lange, strapaziöse Reise des Weines auf dem Transport über den Atlantik. Um diese Reise beziehungsweise deren Wirkung auf den Wein zu simulieren, hat Dr. Jost mehrere Kisten des Weines bei sich im Kofferraum seines Autos gelagert, fährt ihn also auf seinen Dienstreisen spazieren und setzt ihn dabei sehr viel Bewegung und extremen Temperaturschwankungen aus. Alle paar Tage testet er dann, wie sich der Wein unter dieser Reisebelastung sensorisch und auch analytisch verhält beziehungsweise verändert.

Supermarkt statt Restaurants

Als der amerikanische Importeur sich kurz nach der Lese im Herbst 2019 erstmals in Brackenheim meldete, war die Zielrichtung der Weingärtner Stromberg-Zabergäu zunächst, den im Folgejahr noch zu kreierenden neuen Wein an Restaurants in New York und Florida zu verkaufen. Doch dann kam Corona und machte diese Pläne zunichte. Denn auch in den USA blieben während des Höhepunkts der Pandemie die Restaurants geschlossen blieben. Jetzt gibt es den erstmals im Jahrgang 2020 ausgebauten Swan en Blanc erfolgreich in Supermärkten in New York und Florida.

Und er läuft gut an: Vier Container hätten die Weingärtner Stromberg-Zabergäu verkaufen können – aber 2020 war, wie wir wissen, ja ein sehr kleiner Jahrgang. Deshalb starteten die Brackenheimer erst einmal mit knapp zwei Containern und damit einer Menge von 12.000 Flaschen. Gar kein schlechter Schritt, da Container momentan weltweit derart knapp sind, dass statt der üblichen sechs Wochen für die Verschiffung gut einmal drei bis 4 Monate gerechnet werden müssen.

Swan en Blanc besitzt bereits Instagram-Kanal

Um den Swan en Blanc in den USA zügig bekannt zu machen, wurde für den Wein ein eigener Instagram-Kanal eingerichtet. Auch dieser erfreut sich bereits lebhaften Besuchs.

Ein Posting aus dem Instagram-Account des Swan en Blanc der Weingärtner Stromberg-Zabergäu

Im nächsten Schritt planen die weingärtner Stromberg-Zabergäu einen Rosé. Denn, auch das ist ein Ergebnis der Marktrecherche Dr. Kosts, Rosé gilt auch in den USA als absoluter Trendwein.

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