Wir begrüßen Herrn Eißler bei der Genossenschaftskellerei Heilbronn

Willkommen in Heilbronn Michael Eißler

Bereits seit Juli ist er der neue Geschäftsführer bei der Genossenschaftskellerei Heilbronn eG. Ab dem 1. Januar im neuen Jahr wird Michael Eißler (oben rechts im Bild) nun vollständig die Aufgaben von Karl Seiter, der nach über 23 Jahren als geschäftsführender Vorstand in den wohlverdienten Ruhestand tritt, übernehmen. Nach seinem Studium in Hohenheim und vielen Jahren in der Weinbranche freut sich der neue Geschäftsführer auf die vielfältigen Aufgaben bei den Heilbronnern.

Wir haben im Interview genauer nachgefragt:

1. Herr Eißler, Sie sind seit Juli 2019 Geschäftsführer der Genossenschaftskellerei Heilbronn und werden ab 2020 den Geschäftsführer Karl Seiter nach 23 Jahren an der Spitze komplett ablösen. Erzählen Sie uns doch etwas zu Ihrer Person.

„Mein Name ist Michael Eißler, ich bin Baujahr 1969 und bin in Ingelfingen mit Blick auf die Weinberge aufgewachsen. Nach dem Abitur 1989 habe ich meinen Wehrdienst und die Ausbildung zum Reserveoffizier absolviert. Danach habe ich Wirtschaftswissenschaften studiert und hatte mit 26 Jahren die Chance, ohne Berufserfahrung oder Branchenkenntnisse die Geschäftsführung des Jupiter Weinkellers zu übernehmen. Diese Herausforderung habe ich gerne angenommen und habe damals schon die schönen aber auch die eher schwierigen Seiten eines Betriebs kennengelernt. Nach sechs Jahren hat mich eine neue Aufgabe gereizt. Ich bin zur BAG-Hohenlohe-Raiffeisen gewechselt und war dann dort 17 Jahre als Geschäftsführer tätig.“

2. Nach Ihrer langjährigen Tätigkeit bei der BAG-Hohenlohe-Raiffeisen eG blieben Sie der Genossenschaftsarbeit treu. Was war für Sie der besondere Reiz an der Aufgabe des Geschäftsführers der Genossenschaftskellerei Heilbronn?

„Es fühlt sich an wie „zurück zu den Wurzeln“, wie man so schön sagt. Ich werde in diesem Jahr 50 und als ich für die Nachfolge ins Spiel kam, hat es mich gereizt, doch noch einmal die Aufgabe und den Horizont zu wechseln und mich erneut dem spannenden Thema Wein zu widmen. Besonders interessant waren an der Branchenveränderung neben dem Produkt Wein an sich, auch Themen wie der Ausbau des Exports, die Optimierung des nationalen Vertriebs, die Weiterentwicklung unseres Sortiments sowie der direkte Kundenkontakt. Es hat sich fast wie Heimkommen angefühlt, als ich in der Genossenschaftskellerei Heilbronn anfing. Ich kenne noch viele Akteure aus meinen beruflichen Anfangsjahren.“

3. Woher kommt Ihre Begeisterung für Wein im Allgemeinen?

„Ich komme nicht aus einer Weingärtnerfamilie, hatte aber bereits als junger Erwachsener mit meinen Eltern sehr viel Spaß am Wein. Wir haben gemeinsam die Vielfalt der Weinwelt erforscht und so hat sich eine gewisse Leidenschaft entwickelt. Auch während meiner Tätigkeit bei der BAG-Hohenlohe-Raiffeisenist die „Freude am Wein“ nie abgebrochen, auch dort hatte ich branchenbedingt viel Kontakt zu  Erzeugern.“

4. Was fasziniert Sie an der Weinbranche?

„Mich faszinieren vor allem die Vielfalt der Weinwirtschaft, die Gestaltungsmöglichkeiten, aber auch der intensive Wettbewerb. Obwohl die Branche hart umkämpft ist, pflegt man jedoch in der Wein Heimat Württemberg persönlich einen fairen Umgang und das schätze ich sehr.“

5. Wie verläuft Ihre Einarbeitungsphase bisher?

„Die Einarbeitungsphase verläuft sehr kollegial. Im Alltag sieht es so aus, dass ich mir mit Herrn Seiter ein Büro teile und wir uns ständig auf Ballhöhe austauschen. Durch diese intensive Zusammenarbeit habe ich bereits viel mitnehmen können und konnte Dank einer Vielzahl an gemeinsamen Terminen, mein berufliches Netzwerk im Raum Heilbronn deutlich erweitern. Im Rahmen der BUGA in Heilbronn konnte ich viele schöne Momente miterleben und genießen.  Die BUGA wurde in den vergangenen Jahren vom Team um Herrn Seiter hervorragend vorbereitet  und dieses Jahr mit sehr viel Engagement umgesetzt .“

6. Was sind Ihre Ziele als Geschäftsführer der Genossenschaftskellerei Heilbronn?

„Dank des Engagements von Herrn Seiter und der gesamten Mannschaftist die Genossenschaftskellerei Heilbronn sehr gut für die Herausforderungen der Zukunft aufgestellt . Dennoch werden die Herausforderungen in der Weinbrache weiterwachsen. Die Hauptaufgabe wird es sein,  die Genossenschaftskellerei so weiterzuentwickeln, dass wir unseren Erzeugern   auch langfristig einen Traubengeld zahlen können, dass ihre harte Arbeit widerspiegelt und ihre Existenz sichert.

Dabei setze ich vor allem auf eine klare Strategie, die auf einer Analyse der langfristigen Herausforderungen – sprich der künftigen Marktentwicklungen basiert, unsere aktuellen Stärken und Schwächen berücksichtigt und die Chancen und Risiken für die Zukunft beschreibt. Daraus ergibt sich die strategische Ausrichtung  für die kommenden JahreWie bereits erwähnt, ist das Hauptziel, die wirtschaftliche Existenz bzw. eine leistungsgerechte Bezahlung unserer Weingärtnerfamilien sicherzustellen.

Im Marketing wollen wir den Fokus stärker auf unsere Social-Media-Aktivitäten richten, um die jüngere Generation besser zu erreichen. Außerdem möchten wir im Export aktiver werden und analysieren gerade diesbezüglich  unsere Chancen  auf verschiedenen Auslandsmärkten.“

7. Was machen Sie in Ihrer Freizeit, um vom Job abzuschalten?

„In meiner Freizeit steht die Familie an erster Stelle. Ich habe zwei kleine Töchter und es macht mir sehr viel Spaß, sie hin und wieder beim Lernen fürs Gymnasium zu unterstützen. Außerdem halte ich mich wieder vermehrt durch Sport, wie das Laufen fit für die Anforderungen des Alltags. Ein Anliegen, das derzeit leider zeitlich etwas zu kurz kommt, ist das Engagement für die Förderung und Unterstützung von Kindern, denen es weniger gut geht, über den Kiwanis-Club Crailsheim. Zudem bin ich als Reserveoffizier in der zivil-militärischen  Zusammenarbeit, in erster Linie im Katastrophenschutz, im Hohenlohekreis aktiv.“

8. Haben Sie einen Lieblings-Württemberger? Was essen Sie dazu am liebsten?

„Ich bin großer Fan von Riesling und Lemberger, trinke aber auch gerne mal einen guten Trollinger. Einer meine Favoriten ist der Triebwerk Lemberger unserer Heilbronner Jungwinzer. Der passt ganz hervorragend  zu Wild aus unserer Region.“

Vielen Dank, wir wünschen Ihnen alles Gute!

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