Weinanbauregionen in Deutschland

Württemberg ist Deutschlands viertgrößte Weinanbauregion – aber welche sind die anderen und wie viele davon gibt es?

Deutschland besitzt insgesamt 13 Weinanbaugebiete – und diese unterscheiden sich stark voneinander. Und zwar nicht nur in ihrer Größe, sondern auch in den angebauten Weinen.

Lasst uns zunächst einen Blick auf die Karte werfen, damit Ihr seht, wo die einzelnen Gebiete liegen.

 

Falls Euch Details interessieren, zum Beispiel wo welche Lage zu finden ist, empfehlen wir Euch die Karte des Deutschen Weininstituts.

Und nun ein Blick auf die Zahlen – diese finden wir in der „Deutschen Wein Statistik“ des Deutschen Weininstituts, im Folgenden Stand 2020/2021

Wie Ihr seht, gibt es zwischen den einzelnen Anbaugebieten auffällige Unterschiede in Bezug auf die Anteile der erzeugten Weiß- und Rotweinmengen. So ist die Weinheimat Württemberg, in absoluten Zahlen betrachtet, die Rotweinregion Nummer 1 in Deutschland. Beim Weißwein liegt Rheinhessen ganz vorne.

Es gibt aber noch weitere Besonderheiten jenseits dieser Zahlen, auf die wir in aller Kürze zusammen mit Euch blicken wollen.

Die Anbaugebiete im Einzelnen

Die Ahr hat zwei Gemeinsamkeiten mit dem Weinbaugebiet Württemberg: Ihre zahlreichen Steillagen und den hohen Rotweinanteil. Sorte Nummer eins ist der Spätburgunder.

Mit Rebflächen von Heidelberg bis zum Bodensee ist Baden das südlichste und längste Weinanbaugebiet Deutschlands. Baden steht für seine zahlreichen Burgundersorten.

Das Anbaugebiet Franken zieht sich am Main und seinen Nebenflüssen entlang. Es ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl kleiner Rebflächen – und damit zahlreiche, sehr individuelle Weine. Bei den Sorten steht Franken vor allem für Müller-Thurgau und Silvaner.

Zwischen dem Rhein im Westen und dem Odenwald liegt die hessische Bergstraße. Neben ihrem fast südländischen Klima fällt die große Anzahl verschiedener Böden ins Auge. Dies sorgt für unterschiedlichste Weine. Meistangebaute Rebsorte ist der Riesling.

Das Anbaugebiet Mittelrhein erstreckt sich von Königswinter bis zum Rheingau. Zu ihm zählen Koblenz, Bingen und Rüdesheim.Tipp: Dieses Anbaugebiet könnt Ihr wunderbar auf einer Bahnfahrt mit dem Zug von Mainz nach Bonn erleben – und unterwegs mehrfach aussteigen. Auf beiden Seiten des Rheines bilden zahlreiche Steillagen sowie Burgruinen und Schlösser eine phantastische Kulisse.

Die Mosel ist ein weltweit für ihren Riesling bekannt. Das Anbaugebiet zieht sich von der luxemburgischen Grenze bis Koblenz. Bekannt ist dieses Anbaugebiet auch durch seine Steillagen – einige davon zählen zu den steilsten Europas.

Zwischen Mosel, Rhein, Rheingau und Rheinhessen findet sich ein weiteres Anbaugebiet: Die Nahe. Eine Vielzahl an Böden und vielschichtige Weine kennzeichnen dieses Gebiet, auch hier ist der Riesling Rebsorte Nummer eins, aber auch Müller-Thurgau, Silvaner und Grauburgunder sind hier zuhause.

Pfalz und Rheinhessen größte Anbaugebiete Deutschlands

Die Pfalz reicht von Worms bis an die Grenze zum Elsaß. Stolz sind die Pfälzer darauf, dass ihr Wein bereits bei den alten Römern gerne getrunken wurde. Rund ein Viertel des deutschen Weins stammt von hier, und alleine schon durch die Größe dieses Anbaugebiets findet man hier auch zahlreiche Rebsorten.

Das Rheingau erstreckt sich über eine Länge von rund 50 Kilometern. Hier wurden nicht nur die ersten Spätlesen Deutschlands erzeugt, auch die Idee der Besenwirtschaft kommt von hier. Reiselustigen sei die Rieslingroute ans Herz gelegt, außerdem wächst hier auch Müller-Thurgau und Spätburgunder.

Das Anbaugebiet Rheinhessen findet Ihr zwischen Bingen, Alzey, Worms und Mainz. Von der Fläche her ist Rheinhessen Deutschlands größtes Anbaugebiet. Man findet eine Vielzahl an Böden, Kleinklimazonen und Rebsorten, die meistangebaute ist der Müller-Thurgau, auch Dornfelder und Portugieser gibt es reichlich.

In Ostdeutschland befindet sich das Weinbaugebiet Saale-Unstrut. Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg – das hat zunächst nicht jeder Weinfreund auf dem Zettel. Aber: Auch hier hat der Weinbau Tradition und lässt sich bis ins Jahr 998 nachweisen.

Das Weinbaugebiet Sachsen hat mit rund 45 Kilometern Länge zwar nur eine überschaubare Größe, aber durchaus Historie: Schon 1799 wurde die „Sächsische Weinbaugesellschaft“ gegründet, kurz danach entstand hier die erste europäische Winzerschule.Sorte Nummer 1 ist der Müller-Thurgau, gefolgt vom Riesling.

Württemberg mit zahlreichen Spezialitäten – die auch sehr gern getrunken werden

Und damit zu uns – da holen wir ein wenig weiter aus. Die Weinheimat Württemberg ist Deutschlands Rotweinregion Nummer eins. Das Gebiet erstreckt sich von Tübingen bis Bad Mergentheim, an Necker, Enz, Rems, Kocher und Jagst entstehen tolle Rieslinge und Trollinger. Aber nicht nur: Württemberg ist bekannt für seine große Rebsortenvielfalt. Und den auffällig hohen Genossenschaftsanteil, eine Folge der bis ins letzte Jahrhundert vollzogenen Realteilung im Erbrecht. Bei uns gibt es außerdem Weine, die man sonst fast nirgends findet, wie unseren „Schillerwein“. Achso, und dann wäre da noch eine Besonderheit: Württemberg ist das Land der Weintrinker: Der Pro-Kopf-Konsum an Wein ist hier fast doppelt so hoch wie in anderen Bundesländern. Die Innovationskraft des Landes (auch) beim Wein wird durch zahlreiche Hochschulen und die Landesanstalt für Wein- und Obstbau (LvWO) in Weinsberg gesichert.

Mehr zu den einzelnen Unterregionen der Weinheimat Württemberg erfahrt Ihr auf unserer Webseite.

Jede Menge Wissenswertes zum Wein erfahrt Ihr im Weinheimat Blog.

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