Man sieht die Preisträger des Deutschen Weingutpreises 2018 sowie Verantwortliche der beiden Institutionen, die den Preis vergeben.

Weinkonvent Dürrenzimmern vorbildlich kundenfreundlich

Der Weinkonvent Dürrenzimmern wurde beim Deutschen Weingutpreis 2018 ausgezeichnet, und zwar als „vorbildlich kundenorientierte Erzeugergemeinschaft“. Die Hochschule Geisenheim und die Sparda-Bank Hessen haben den Deutschen Weingutpreis 2018 ins Leben gerufen. Eine ganz besondere, denn Gutachter, Berater und Moderatoren sind hier keine abgehobenen Experten, sondern Studierende der Hochschule Geisenheim. Im Rahmen der Preisverleihung wurde festgestellt, dass der Weinkonvent Dürrenzimmern für die Gruppe der Erzeugergemeinschaften ein Vorbild in Sachen Kundenorientierung und Außendarstellung sei. Man finde im Weinkonvent Dürrenzimmern eine Genossenschaft, die in Stil, Wertigkeit und Vor-Ort-Erlebnis einen mit Weingütern konkurrenzfähigen Auftritt habe.

Man sieht Julian Böllmann, Timo Gebert und Markus Scharpf vom Weinkonvent Dürrenzimmern, bei der Verleihung des Deutschen Weingutpreises 2018

So sehen Sieger aus: Julian Böllmann,
Timo Gebert und Markus Scharpf (von links nach rechts) vom Weinkonvent Dürrenzimmern. Foto: Hochschule Geisenheim/Winfried Schönbach

 

Insgesamt 87 Unternehmen hatten sich um den Deutschen Weingutpreis 2018 beworben. Als kundenfreundlichstes Unternehmen zeichnete die Jury bei der Preisverleihung in Frankfurt das Weingut Riffel aus. In der Gruppe der Erzeugergemeinschaften hatte unser Weinkonvent Dürrenzimmern die Nase vorne. Ausgezeichnet wurde ebenso das Weingut Lang aus Hergenfeld an der Nahe.

Den Kunden immer im Auge

Der Preis macht Sinn, denn Weingüter, Winzergenossenschaften und Kellereien wollen Kunden gewinnen und langfristig binden. Aber: Dafür müssen sie mehr bieten als guten Wein. Entscheidender Faktor für die Kundenzufriedenheit ist aus Sicht der Initiatoren des Deutschen Weingutpreises ein rundum gelungenes Einkaufserlebnis, wobei dieses alle Aspekte der unternehmerischen Kommunikation umfassen muss. Mit dem Deutschen Weingutpreis 2018 zeichneten die Hochschule Geisenheim und die Sparda-Bank Hessen am 27. Juni jetzt jene Unternehmen aus, die Kunden genau dieses Erlebnis bieten. Das Besondere am Preis: Alles an einem Weingut wird bewertet, aber nicht der Wein. Sämtliche Bewertungen und Gutachten erstellen Studierende, und zwar in professionellem Stil. Daneben sorgten die Studierenden mit ihrer Planung der Preisverleihung auch selbstständig für einen würdigen Rahmen der Preisverleihung, hierfür wählten sie den Westhafen Pier 1 in Frankfurt als Veranstaltungsort.

Man sieht eine größere Menschenmenge, die bei der Verleihung des Deutschen Weingutpreises stehen und sich unterhalten.

Entspannte Athmosphäre bei der Verleihung des Deutschen Weingutpreises 2018
Foto: Hochschule Geisenheim/Winfried Schönbach

Hintergrund des 2014 ins Leben gerufenen Preises: Bei Unternehmen der deutschen Weinbranche klaffen oft große Lücken zwischen Kriterien der Kaufentscheidung und den dargebotenen Informationen. Hier setzen die Studierenden an: Indem sie die teilnehmenden Unternehmen mit den Augen der Kunden einschätzen und ein detailliertes Feedback geben, zeigen sie ihnen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten auf. Beteiligt waren Studierende aus gleich zwei Studiengängen, und zwar Internationale Weinwirtschaft sowie Weinbau und Oenologie.

Konzept kommt in der Branche an

Ihrer Bewertung legten die Studierenden 180 Kriterien aus zehn Themengebieten zu Grunde. Diese umfassen unter anderem die Mediengestaltung, die Architektur und Verkaufsräume vor Ort, die Struktur und Gestaltung des Sortiments, die Angebotserstellung sowie das Zusammenspiel von persönlichen Wertvorstellungen mit der Kommunikationspolitik.

Für die Studierenden ist das Projekt im Rahmen der Lehrveranstaltungen Strategische Planung sowie Beratung und Kommunikation die denkbar engste Verknüpfung mit der Praxis. Sie können ihr im Studium gesammeltes Wissen auf Basis einer strukturierten Methodik anwenden und als Beraterinnen oder Berater fungieren. Damit bereiten sie sich für ihren späteren Berufsalltag auch auf eine fundierte und sachliche Selbstbewertung vor. „Wie können Studierende besser lernen, wie man es gut macht, als durch die Analyse Dutzender von Unternehmen und die Vorbildfunktion der Gewinner?“, so der betreuende Dozent Prof. Dr. Robert Göbel, Professor für Strategisches Management und Beratung an der Hochschule Geisenheim. Auch der Vorsitzende des Vorstands der Sparda-Bank Hessen Markus Müller zeigte sich beeindruckt von dieser besonderen Lehrform: „Die Studierenden haben in diesem Projekt die Möglichkeit zu lernen, wie sie später selbst erfolgreich kundenorientiert arbeiten – toll!“

Man sieht die an der Verleihung des Deutschen Weingutpreises 2018 beteiligten Studierenden und ihre Dozenten vor der Preisverleihung

Die an der Preisverleihung beteiligten Studierenden der Hochschule Geisenheim und ihre Dozenten vor der Preisverleihung in Frankfurt, Foto: Hochschule Geisenheim/Winfried Schönbach

Wer sich für das praxisnahe Studium an der Hochschule Geisenheim interessiert, kann sich noch bis zum 15. Oktober für das kommende Wintersemester einschreiben. Voraussetzung dafür ist neben der Hochschulzugangsberechtigung ein abgeschlossenes Vorpraktikum. Weitere Informationen erhalten Interessierte auf den Seiten der Studiengänge. Generelle Informationen zur Hochschule Geisenheim finden sich unter www.hs-geisenheim.de 

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