Lotte Lenya-Weinlinie erobert die Hauptstadt

Als am vergangenen Dienstag die Weine der neuen Lotte-Lenya-Edition vorgestellt wurden, waren selbst die verwöhnten Hauptstadtjournalisten begeistert. René Arnold, Geschäftsführer vom Württemberger Weinhaus Berlin, hatte in einer beispiellosen Zusammenarbeit mit den Württemberger Weingärtnergenossenschaften vier einzigartige Weine vorgestellt, alle aus gebietstypischen Rebsorten wie Burgunder und Riesling. Namensgeberin ist eine der berühmtesten Künstlerinnen der 20er-Jahre, die österreichische Schauspielerin und Kurt Weil-Interpretin Lotte Lenya.

Foto: Gesa Noormann

Wenn Berliner Zeitgeist auf Württemberger Weinexpertise trifft

Hinter dem Projekt steht die Intention, eine genussvolle Brücke zu schlagen. Und zwar zwischen der pulsierenden Hauptstadt und der traditionellen Weinexpertise der württembergischen Genossenschaften. Schließlich ticken die Uhren im schnelllebigen Berlin anders als im beschaulichen Ländle. Und wer könnte die hiesigen Regeln besser verstehen als der waschechte Berliner René Arnold? Über die Jahre hat er enge Beziehungen zu den Weingärtnern aufgebaut. So fanden sich nach anfänglicher Skepsis schnell Mitstreiter, die bereit waren, seine hohen Anforderungen zu erfüllen und herausragende Fässer für die Lotte Lenya-Edition zur Verfügung zu stellen. In enger Zusammenarbeit mit den Kellermeistern entstanden Weine, die sich durch eine moderne Stilistik und hohe Qualität auszeichnen. Bisher umfasst die Linie vier Weine: einen Spätburgunder, eine Rotwein-Cuvée, eine Cuvée aus Weiss- und Grauburgunder sowie einen Riesling Sekt.

Glücklicherweise waren seine Chefs ebenfalls begeistert. Sie haben das Projekt von Anfang an wohlwollend begleitet und vorausschauenderweise sogar die Marke schützen lassen. „Von der Idee bis zur Umsetzung bin ich von den Winzergenossenschaften und den Geschäftsführern des Weinhauses, Ulrich Breutner und Dieter Weidmann, auf ganzer Linie unterstützt worden. Und das über die 630 km zwischen Berlin und Möglingen hinweg“,  freut sich René Arnold. Als Botschafter des Württemberger Weines in Berlin lag es ihm außerdem vor allem am Herzen zu zeigen, was die für das Überleben der Winzer so wichtigen, aber oft unterschätzten Genossenschaften leisten können: „Gerade die Burgundersorten eignen sich bestens für Weine auf hohem, internationalen Niveau, die in ansprechender Aufmachung auch auf dem speziellen Berliner Markt hervorragend ankommen.“

Die Lotte Lenya Etiketten

Foto: Gesa Noormann

Aber auch die Gestaltung der Etiketten spielte eine wichtige Rolle: Arnolds Grafiker entwarf die charakteristischen Ikonen und erstellte die Wort-Marke. Modern und zeitgeistig, aber gleichzeitig wertig und elegant sollten die Etiketten wirken, und tatsächlich spiegeln die puren, in Schwarz-Weiß gehaltenen Flaschen den edlen Inhalt perfekt wider.

Ein voller Erfolg

Der Erfolg gibt René Arnold und den Winzern Recht: Die erste „Edition Spätburgunder 2013“ vom Collegium Wirtemberg holte direkt Gold bei der Berliner Weintrophy 2018. Und sie ist bereits komplett ausverkauft. Auch die folgenden Editionen von den Weingärtnern Cleebronn-Güglingen, den Winzern vom Weinsberger Tal und der Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft werden hochgelobt. Sie verkaufen sich so gut, dass weitere Lotte-Lenya-Editionen bereits in Planung sind.

René Arnold präsentiert seine neue Linie

René Arnold mit Lotte Lenya. Foto: Gesa Noormann

Als Genusstipp möchten wir WeinliebhaberInnen für die Verkostung der Lotte-Lenya-Weine zuletzt noch besten Württemberger Käse als Begleitung ans Herz legen. Denn Berlins Käse-Legende Fritz Blomeyer stellte zur Presseverkostung ein passendes Pairing zusammen. Der Käse mit dem klangvollen Namen Engelsbrust (vom Capriolenhof in der Uckermark) passte hervorragend zum Riesling Sekt. Zudem ergänzte die wunderbar cremige Antons Liebe (Käserei Zurwies) die feinen Burgunderaromen der Weiss- und Grauburgundercuvée. Besonders würzig war der Weinbauernkäse Classico von der Dorfkäserei Geifertshofen. Dieser wurde in der Reifephase mit Weinen aus denselben Rebsorten wie denen der Rotwein Cuvée von 2016 abgerieben. Zum krönenden Abschluss gab es zum ausgezeichneten Spätburgunder den vollmundigen Lammbert vom Schaf. Der ist glücklicherweise im Gegensatz zum Wein immer noch beim Reutebachhof in Bühlerzell zu haben.

Mehr Infos unter: https://www.wuerttemberger-weinhaus.de

Immer aktuell informiert über leckere Weine aus der Weinheimat Württemberg im Wein Heimat Blog.

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