Renoviertes Gebäude der Remstalkellerei

Jubiläums-Tasting: 80 Jahre Remstalkellerei

Am 19. Juni feiert die Remstalkellerei ihr 80 jähriges Bestehen mit einem Live-Tasting. Wir werfen einen Blick zurück auf die Anfänge und die starke Entwicklung der Genossenschaft.

Die Geschichte der Remstalkellerei

Gründungsväter der Remstalkellerei, aufgenommen im Jahr 1977

Gründungsväter der Remstalkellerei im Jahr 1977

Auf dem Bild zu sehen sind die Gründungsväter der Remstalkellerei. Es entstand 1977 auf der Terrasse ihres damals neu entstandenen Trollingersaals. Ursprünglich gab es zwei Kellereien, die sich aus einer Not heraus gebildet hatten. 1939 hatten Hagelschäden und Frühfrost fast die gesamte Ernte vernichtet oder zumindest für große Qualitätseinbußen gesorgt. Daraus entstanden 1939 die Remstalkellerei-Großheppach rechts der Rems sowie die Remstalkellerei-Endersbach links der Rems. Doch schon kurz darauf, im Jahr 1940, folgte der Zusammenschluss zu einer einheitlichen Remstalkellerei.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nahm die Genossenschaft eine positive Entwicklung. Schon 1950 wurde das erste eigene Kellereigebäude erbaut. Und die 50er-Jahre brachten einen der besten Weinjahrgänge in der Geschichte der Remstalkellerei hervor – den legendären 1959er. In den Schatzkammern der Remstalkellerei lagern heute noch einige Flaschen ihrer besten Jahrgänge. In den 60er und 70er Jahren erfuhr die Remstalkellerei ihre Blütezeit. 1965 umfasste sie 21 Ortskeltern mit insgesamt 2.500 Weingärtnern und etwas mehr als 800 Hektar Rebfläche.

Wachstum und Innovation

1980 feierte sie ihr 40. Jubiläum. Zu dieser Zeit erreichte die Remstalkellerei ihre größte Ausdehnung mit rund 900 Hektar Rebfläche. Die 80er und 90er waren von innovativen Ideen geprägt. 1982 kam zum Beispiel der erste Zweigelt (Rotweinsorte) auf den deutschen Markt. Er entstand im Keller der Remstalkellerei. In diesen Jahren bauten sie auch ihre ersten Barriqueweine aus sowie andere neue Kreationen wie Eiswein, Edelbrände und sogar der Lemberger. Der kam nämlich recht spät im Remstal an.

Das neue Jahrtausend stand vor allem im Zeichen der Qualität. Mit der Einführung eines strengen Qualitätsmanagementsystems im Weinberg entstanden die Premiumlinien „6 Trauben pro Stock“ und „Drei Sterne“. Auch dem Holzfasskeller kam diese Investition zugute, der heute der größte in ganz Württemberg und Höhepunkt vieler Kellerführungen ist.

Was sich für die Genossenschaften in den letzten Jahrzehnten bewährt hat, ist der Blick in die Zukunft. Klare Ziele vor Augen zu haben und die Bereitschaft sich neuen Herausforderungen anzunehmen, gehört zu ihren Kernkompetenzen. Was nimmt die Genossenschaft sich also in den nächsten Jahren vor? Sie sind dabei Stategien zu entwickeln um kommenden Herausforderungen entgegenzutreten. Zu diesen zählen neben dem wachsenden Wettbewerb in einem globalisierten Marktumfeld auch steigende Rohstoffpreise, der demografische Wandel sowie eventuelle Klimaveränderungen.

Das Jubiläums-Tasting

Jubiläumspaket der Remstalkellerei

Eigentlich würde die Remstalkellerei ihren 80. Geburtstag in einem großen Fest feiern. Da die aktuelle Situation da leider einen Strich durch die Rechnung macht, verlegen sie die Feier in Form eines Live Tastings ins Internet. Am 19. Juni um ab 19 Uhr könnt ihr live auf Facebook, Instagram sowie ihrer Homepage mit anstoßen.

Verkostet wird ein Jubiläumspaket aus sechs Weinen. Darunter der 2019er Riesling *** QbA trocken, der 2018er Trollinger *** QbA trocken, 2019er Schnaiter Wartbühl Kerner „Lerche“ Kabinett, der 2018er Schillerwein „Gaispeter“ QbA sowie der 2018er Cabernet Sauvignon „Im Barrique gereift“ QbA. Außerdem wird für diese Verkostung zur Feier des Tages noch ein Stück Geschichte aus der Schatzkammer der Remstalkellerei geholt. Ihr dürft gespannt sein!

Mehr über die Württemberger Weingärtnergenossenschaften sowie aktuelle Verkostungen und vieles mehr auf dem Wein Heimat Blog.


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