Weinmanufaktur jetzt mit 2 Frauen an der Spitze

Mit einem neuem Namen und einem neuen Führungs-Duo wird die Weinmanufaktur Untertürkheim ins neue Jahr 2024 starten.

Die Weinmanufaktur Untertürkheim macht sich fit für die Zukunft. Damit geht die Umbenennung in Weinmanufaktur Stuttgart einher. Darüber hinaus stellt sich der Vorstand neu auf.

Mit der neuen Identität will die Genossenschaft ins Jahr 2024 starten. „Wir sehen uns als Weinmacher Stuttgarts“, sagt Saskia Wörthwein, die Geschäftsführerin. Die Stadt selbst, das Selbstverständnis der Einwohnerschaft und auch die Außenwahrnehmung der Landeshauptstadt befänden sich im Wandel, dem wolle man mit dem neuen Namen Rechnung tragen. „Stuttgart entwickelt sich, wir entwickeln uns mit“, so lautet die Einstellung der Weingärtnergenossenschaft. Mit diesem Schritt mache sie sich fit für die Zukunft und festige ihre Stellung als moderne Organisation in einer florierenden Region.

Vorstandsvorsitzender Munk scheidet aus, Saskia Wörthwein rückt nach

Es ist nicht die einzige Veränderung, die in der Weinmanufaktur ansteht. Der Vorstandsvorsitzende Bernd Munk scheidet nach 25 Jahren altersbedingt aus. Seit 1998 hatte er sich um die Genossenschaft in vielfältiger Weise verdient gemacht. In seine Amtszeit fallen etwa sowohl die Umfirmierung der Weingärtnergenossenschaft in Weinmanufaktur im Jahr 2002 als auch der Gewinn des „Roten Riesen“. Letzteres ist die Auszeichnung des Betriebsleiters und ersten Kellermeisters Jürgen Off für seine exzellenten Leistungen im Keller, verliehen von der Fachzeitschrift „Vinum“. Für sein Engagement wurde Munk dieser Tage zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Die Nachfolge Bernd Munks ist bereits geregelt. Saskia Wörthwein wird dessen Amt als geschäftsführende Vorständin und Vorstandssprecherin übernehmen. Ihr zur Seite steht die langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Sonja Beck. Eine einzigartige Konstellation mit zwei Frauen an der Spitze einer Genossenschaft und ein Novum für Württemberg. Gemeinsam mit Dieter Strauß, dem stellvertretenden Vorsitzenden, sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern Michael Warth, Moritz Warth und Tobias Bubeck wollen sie das Winzerkollektiv kontinuierlich voranbringen.

Trotz Umbrüchen bleibt Weinmanufaktur ihren Wurzeln treu

Trotz aller Umbrüche bleiben die Weinexperten ihren Wurzeln und ihrer Tradition treu. Das Qualitätsversprechen gilt auch für die Zukunft. Erst kürzlich konnte die Weinmanufaktur Untertürkheim wieder einen zweiten Platz beim Deutschen Rotweinpreis Vinum einheimsen – wir haben im Weinheimat Blog darüber berichtet. Es ist eine von zahlreichen hochkarätigen Branchen-Auszeichnungen der vergangenen Jahren. Als erste deutsche Genossenschaft trägt die Weinmanufaktur Untertürkheim überdies seit 2019 das „Fair’n Green“-Nachhaltigkeitssiegel. Verliehen wird es für eine besonders umweltschonende Arbeit im Weinberg, für soziales Engagement und faire Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette sowie eine ressourcensparende Wirtschaftsweise. Das Erbe pflegen und dennoch nach vorn schauen und bereit sein für Kommendes, das ist das Credo der Weinmacher – lokal, regional und darüber hinaus.

Und zum Schluss für alle, die jetzt neugierig geworden sind und mehr über die Weinmanufaktur wissen möchten, noch ein paar Infos. Die Weinmanufaktur Untertürkheim besteht seit 1887. Damit ist sie nicht nur die älteste Kooperative in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Sondern auch eine der ältesten Winzergenossenschaften im gesamten Bundesgebiet. Seit 1903 hat sie ihren Sitz in einem denkmalgeschützten Backsteingebäude an der Strümpfelbacher Straße im Stadtteil Untertürkheim. Etwa 40 engagierte Weingärtner bewirtschaften rund 95 Hektar. Je nach Jahrgang entstehen so im Mittel 600.000 Flaschen pro Jahr.

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