Zwei Männer, die hauptberuflich leckere Nudeln erzeugen, fahren auf eine Mofa und schütten ein Glas Rotwein in die Luft.

Schwerpunkt: Handgemachte Nudeln

Das Weinheimat Magazin hat in seiner aktuellen Ausgabe als Schwerpunkt „Handgemachte Nudeln“! Denn: Sie sorgen für Glücksgefühle – zumindest bei Weinheimat-Autorin Marina Eger.

Gibt es etwas Besseres als einen Teller mit fein gefüllten schwäbischen Maultaschen in einer kräftigen Brühe? Oder frisch gekochte Eiernudeln mit einer köstlichen Sauce? Wir stellen in dieser Ausgabe drei Pasta-Profis vor, die in ihren Manufakturen wunderbare Nudel-Kreationen herstellen. Text: Marina Eger, Fotos: Daniel Schneider

Eines ist klar, Pasta ist Soulfood pur und macht in fast jeder Lebenslage glücklich. Das kann ich uneingeschränkt bestätigen. Ich erinnere mich noch gut an meinen letzten Besuch in einem italienischen Supermarkt am Comer See. Hier bin ich bei der ganzen Vielfalt in den riesigen Pasta-Regalen ein bisschen «ausgeflippt» und der Einkaufswagen war sehr voll. Dass mich das Thema Nudeln und Teigtaschen also so richtig erfreut, ist klar. Als italienischer Hartweizennudel-Fan bin ich aber doch positiv überrascht, dass mich die handgemachten Eiernudeln aus regionalen Zutaten dermaßen begeistern.

Schon das erste «Probiererle» direkt am Ort des Geschehens in der Manufaktur der Nudelmacher in Linsenhofen überzeugte mich. Die perfekt al dente gekochten langen Spaghetti waren wunderbar geschmackvoll, genau wie die hausgemachte Sauce. Da muss sich eine italienische Nudel schon anstrengen …

Rotweinnudeln

Lemberger-Nudeln und Zitronen-Riesling-Spaghetti

Auch die Lemberger-Nudeln von Andrea Specht aus Hohenlohe sind richtig fein. In der heimischen Küche habe ich gleich die zweite Sorte «Wein-Nudeln» ausprobiert: Zitronen-Riesling-Spaghetti. Die sind mir im Hofladen direkt ins Auge gesprungen und landeten gleich mehrfach in meinem Korb. Zum Glück. Die erste Portion habe ich mit einer feinen Riesling-Zitronen-Sauce serviert. Dazu gab es ein saftiges Stück Lachs. Und natürlich ein Glas von meinem Lieblingsriesling aus Cleebronn-Güglingen. Das war ein echtes kulinarisches Highlight. Vor allem der intensive Geschmack der Nudeln und die Konsistenz überzeugen hier. Gut, dass ich noch ein paar Vorräte habe …

Maultaschen sind ein Muss in Württemberg

Die hat Andrea Trost auch in Ihrem Mühlenladen, der bis oben hin gefüllt ist mit Mehl und Grieß. Also optimale Voraussetzungen für die Nudelherstellung. Und uns vereinen noch weitere Dinge: Genau wie sie besitze auch ich eine handbetriebene Nudelmaschine mit Geschichte. Das gute Stück von Andrea ist mit vielen Erinnerungen gespickt. Schon ihre Großtante Helene verarbeitete damit den Teig für die wichtigsten Teigtaschen im schwäbischen Universum: Maultaschen. Und das noch im hohen Alter von 99 Jahren. Heute tritt Andrea in ihre Fußstapfen und zaubert köstliche «Herrgottsbscheißerle» in ihrer Mühle – nach Helenes Rezept mit der «Geheimzutat», dem geräucherten Schweinehals. Das Ergebnis schmeckt einfach fantastisch.

Bei allen drei Nudel-Manufakturen im Ländle spürt man: Sie lieben, was sie machen. Mit Mut zur Innovation – auch wenn’s erst mal ungewöhnliche Kreationen werden – und zum Detail.

Vom selbstdesignten Etikett über die eigens geformte Nudel bis hin zur individuellen Pasta-Mehl-Mischung für die Traditionsmaultaschen – hier geben die Manufakturen alles für das perfekte Pasta-Soulfood-Erlebnis.

In den kommenden Monaten stellen wir Euch hier im Weinheimat Blog alle drei angesprochenen Nudelmanufakturen einzeln und ausführlich vor – und leckere Rezepte gibt es gleich noch mit dazu.

Gut zu wissen

Die berühmtesten schwäbischen Teigtaschen sind natürlich Maultaschen, das ist ja klar. Doch wer hat die Maultasche eigentlich erfunden? Hier gibt es hitzige Diskussionen: Kommt sie nun aus südlichen Gefilden? Stimmt die Legende des Mönchs Jakob, der im Kloster Maulbronn Mitte des 15. Jahrhunderts das Fleisch einfach in den Maultaschen «versteckt» hatte, da während der Fastenzeit bis zum Ostersonntag traditionell kein Fleisch gegessen werden darf? Eine klare Antwort gibt es leider nicht, und so werden Historiker und Kulturwissenschaftler auch weiterhin lebhaft diskutieren!

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Text: Marina Eger, Fotos: Daniel Schneider


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Eine Antwort zu “Schwerpunkt: Handgemachte Nudeln”

  1. Finke sagt:

    Für mich ist es immer eine große Freude mit Familie und Enkel ein gutes Essen und dazu einen trockenen Württemberger Rotwein genießen.

    Dazu braucht es keinen besonderen Anlass.
    Eine gute Pfanne ist für ein gutes Essen ein unbedingtes muss.

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